Auswirkungen der Lederproduktion und die Alternative Kork

Ein besonders fragwürdiges Geschäft – so wird die Lederproduktion, welche vor allem in den Billiglohnländern stattfindet, oft beschrieben. Dennoch gilt: Bis heute zählt Leder zu den beliebtesten Stoffen für die Herstellung von Accessoires und Kleidung. Eine nachhaltige Produktion und Modebewusstsein miteinander vereinen – geht das überhaupt? Wir finden: Es funktioniert! Die clevere Leder Alternative Kork verbindet alle Vorteile, die sich trend- und umweltbewusste Menschen wünschen. Alles Wissenswerte zum Thema Lederproduktion und welche Benefits Kork als hochwertigen Leder-Ersatz bietet.


Ein hartes Urteil für Leder – aber wieso?


Schmutzig, anrüchig und herzlos: Wer die Auswirkungen der Lederproduktion kennt, assoziiert diese für gewöhnlich mit genau diesen Worten. Warum aber gehen Kenner mit dem beliebten Modestoff so hart ins Gericht? Um den schlechten Ruf nachvollziehen zu können, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. So ergibt sich nicht nur die Möglichkeit, die Produktionsprozesse besser zu verstehen, sondern auch die Chance, sich ein eigenes Urteil zu bilden.


So erfolgt die Produktion von echtem Leder


Sprechen wir von echtem Leder, handelt es sich um konservierte Tierhaut. Ob aus einem Abfallprodukt verarbeitet oder aus eigens für die Lederproduktion geschlachteten Tieren gewonnen – beide Verfahren sind bis heute gängige Praxis. Die offizielle Beschreibung vieler Produzenten lautet jedoch, dass es sich lediglich um ein Abfallprodukt handelt, das aus der Lebensmittelindustrie stammt. Wir wissen: Hier scheiden sich die Geister. Was Fakt ist: Bei der Herstellung von Leder handelt es sich um einen besonders aufwendigen Prozess.


Die Gerbung: Ein Prozess mit Folgen


Tierhaut vorbereiten und waschen, gerben, trocken, erweichen und schliesslich zurichten. Obwohl der aufwendige Produktionsprozess sich zunächst nicht von vielen anderen Herstellungsprozessen zu unterscheiden scheint, liegt der Klux in den Details. Denn: Gerben bedeutet an dieser Stelle, dass gefährliche Chemikalien zum Einsatz kommen, die sich nicht nur nachteilig auf unsere Umwelt, sondern auch auf unsere Gesundheit auswirken können.


Was passiert beim Gerben? Obwohl es einige Problemstoffe bei der Lederproduktion gibt, bekommt vor allem Chrom VI besonders viel Aufmerksamkeit. Denn dieses Oxid zählt zu den hochgiftigen und krebserzeugenden Stoffen. Es ensteht häufig während des Gerbens der Tierhaut und verbleibt in den entstandenen Kleidungsstücken, Schuhen oder Accessoires.


Die Auswirkungen in den Produktionsländern


Leder ist ein profitables Geschäft und viele EU-Länder importieren die beliebte Ware aus dem Ausland. China geniesst dabei den Ruf des Hauptexportlandes, gefolgt von weiteren Ländern, beispielsweise Indien, Vietnam und Brasilien. Obwohl das Geschäft also bis heute zu laufen scheint und viele Arbeitsplätze schafft, sind die Auswirkungen langfristig fatal. Arbeiter tauschen ihre Arbeitskraft in der Regel gegen einen Billiglohn ein. Was dabei untergeht, ist die vom Produktionsprozess ausgehende gesundheitliche Gefahr: Tagelang setzen Kinder und Erwachsene sich den giftigen und krebsfördernden Chemikalien aus.


Was passiert mit Tier und Umwelt bei der Herstellung von Leder?


Leder ist ein Naturprodukt und muss deshalb natürlich auch umweltfreundlich sein. Stimmt das? Nicht ganz. Es handelt sich um einen Trugschluss, denn die schlechte Ökobilanz von Leder zeigt das Gegenteil. Um zwei Quadtratmeter Leder zu gerben, werden 1000 Liter Wasser benötigt. Auch Energie und der Flächenverbrauch für die Haltung der Ledertiere wirken sich negativ auf unsere Umwelt aus.


Diese Bedeutung hat Leder für uns


Ob schlechte Arbeits- und Produktionsbedingungen oder das Nachvollziehen der Zulieferkette: Wer das fertige Leder auf der Haut trägt, geniesst in der Regel das angenehme Tragegefühl und die Optik, kennt häufig jedoch nicht den langen Weg, welchen das neue Stück hinter sich gebracht hat. Das ist der Punkt: Es handelt sich am Ende lediglich um ein Stück. Vielleicht ein Stück Mode, ein neues Lieblingsstück. Offizielle, nachvollziehbare Etiketten, die uns mehr über die Produktionsbedingungen verraten, suchen wir hier vergeblich.


Grundsätzlich gilt: Wird mit Chrom gegerbt, muss das fertige Leder nicht unbedingt giftig für uns sein. Voraussetzung dafür ist eine saubere Produktion. Der Umkehrschluss: Ob genau das Leder, was wir tragen, unserer Gesundheit schadet – das kann uns niemand sagen. Denn wir kennen die genauen Produktionsprozesse nicht und eine Nachverfolgung ist kaum möglich.


Leder Alternative: Eine Kork Tasche kaufen oder ein Kork Portemonnaie entdecken


Hier kommt nun die gute Nachricht: Wer auf faire Mode nicht verzichten möchte, muss es nicht. Als passende Leder Alternative bieten sich vor allem Kork an. Hierbei handelt es sich um eine nachhaltige Produktion, denn es handelt sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Der grosse Pluspunkt: Kein Tier muss sein Leben lassen, damit wir Kork auf unserer Haut tragen können.


Geruchsneutral und besonders gut verträglich


Bei der Herstellung von Kork-Mode werden keine gefährlichen Gerb- und Färbemittel verwendet. Das macht ein Kork Portemonnaie zum Gesundheitsfreund und die neue Kork Tasche zum risikofreien Hingucker. Für Menschen mit Kontaktallergie ist das eine besonders positive Nachricht. Hinzu kommt, dass Kork unsere Nase nicht belastet. Es ist geruchsneutral und macht auch frisch bestellte Modestücke zu einem angenehmen Begleiter im Alltag. Adieu, Naserümpfen.


Kork ist weich und wasserabweisend


Wer keine Lust mehr auf kratzige Stoffe hat, ist mit hochwertigem Kork gut beraten. Dieses gilt als angenehm weich und lässt sich so über längere Zeit tragen. Wer mit Regen rechnet, muss seine Tasche aus Kork ausserdem nicht Zuhause lassen. Der robuste Stoff weist Wasser konsequent ab und eignet sich so auch für einen romantischen Herbstspaziergang.


Fazit: Kork vs. Leder


Leder gilt nach wie vor als besonders beliebter Stoff. Wer die Produktionsprozesse kennt, überlegt es sich spätestens jetzt jedoch zweimal. Obwohl der Modeklassiker bis heute noch nicht von den Laufstegen dieser Welt und aus unseren Kleiderschränken verschwunden ist, steigt die Nachfrage nach passenden Alternativen. Wir wissen: Kork bietet eine solche Alternative und zeigt, dass es auch Mode gibt, die kein Leid verursacht. Das gilt nicht nur für Arbeiter aus Billiglohnländern, sondern auch für Tiere und für unsere eigene Gesundheit.


Wer Wert auf nachhaltige Mode legt, Tiere nicht gerne leiden sieht und einen guten Beitrag für unsere Umwelt leisten möchte, macht mit Kork alles richtig. Der hochwertige Stoff steht nicht nur für einen besonderen Style, sondern zeichnet sich vor allem durch seine positiven Eigenschaften für uns und unsere Umwelt aus.


Tipp zum Schluss: Wer seinen Geldbeutel langfristig schonen möchte, setzt ebenfalls auf Kork. Hochwertiges Leder lässt oft tiefer in die Tasche greifen – Kork hingegen ist auch gemacht für das kleinere Budget.


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